Arabica vs. Robusta

Von den rund 60 verschiedenen Kaffeesorten spielen die Sorten Arabica und Robusta die Hauptrolle und dominieren den weltweiten Kaffeehandel. Hierbei führt die Arabicabohne mit über 60% die Beliebtheitsskala an, gefolgt von ungefähr 30% Robusta. Der Rest verliert sich im Markt der Nischenprodukte oder der industriellen Verwertung.

Vergleichen Sie Arabica vs. Robusta, so ist die Arabica die feinere Bohne. Die ursprünglich aus Äthiopien stammende Arabica enthält höchstens zwei Prozent Koffein. Sie ist anspruchsvoller was Klima und Boden betrifft, benötigt bis zu elf Monaten Reifezeit und muss innerhalb von vier Monaten geerntet werden. Die besten Ergebnisse erbringt die Arabicapflanze in Brasilien, Kolumbien und Peru. Die Röstung ist ein entscheidender Geschmacksfaktor. Idealerweise genießen Sie dann einen eleganten Kaffee von spürbarer und harmonischer Säure.
Robusta entspricht ihrem Namen. Beim Vergleich Arabica vs. Robusta hat sie mit vier Prozent Koffein eine belebendere Wirkung, ist widerstandsfähiger gegen Pflanzenkrankheiten und weniger standortabhängig. Vor allem ist sie schneller reif und kann über einen Zeitraum von sechs Monaten geerntet werden. Hauptanbauländer sind Afrika und Vietnam. Robusta ist je nach Art der Röstung nicht so fein, dafür kräftig bis erdig im Geschmack und enthält kaum Säure. Im Vergleich Arabica vs. Robusta, hinterlässt Letztere einen weniger bitteren Geschmack, da sie länger geröstet werden kann.
Viele Kaffeetrinker bevorzugen ausgewogene Mischungen aus Arabica- und Robustakaffee, da ein reiner Arabica etwas unausgewogen schmecken kann. Am besten vereinen sich beide Kaffeesorten im Espresso. Dazu werden die Bohnen länger geröstet, was ihnen ein dunkelbraunes bis schwarzes Aussehen gibt und den Säuregehalt reduziert. In einem guten Espresso sorgt die Arabica für die fruchtigen, feinen Geschmacksnuancen, während Robusta dem Kaffee Körper, Fülle und die gewünschte feste Crema verleiht.

Die Kommentare sind geschlossen.