Johann Sebastian Bachs Lob auf den Kaffee in Form seiner Kaffeekantate markierte den Siegeszug des schwarzen Getränks in Europa. Je nach Brühmethode kann heute jeder seinem individuellen Kaffeegenuss nachkommen. Wollen sie vielleicht eine echte Kaffeerarität entdecken?
Wie wäre es mit der afrikanischen Kaffeesorte Liberica? Im Vergleich zu den beiden Hauptsorten Robusta und Arabica enthält sie weniger Zucker, ihre Bohnen sind kerniger und saftloser. Auch in Asien wird die Sorte angebaut. Aus Mexiko gibt es eine Röstung von 100%igen Hochlandkaffee der Sorte Arabica in Bio-Qualität. Angebaut in den südlichen Regionen Chiapas Oaxaca und Guererro steht „Santa Ria“ unter Kontrolle bis er verschifft wird. Bei schonender Trommelröstung werden die wertvollen Aromen entlockt. Eine Kaffeerarität aus immerhin 1200 Meter Höhe. Maragogype. Ihren Namen verdankt diese Sorte einer brasilianischen Stadt, womit sie ihre Herkunft verrät. Die Größe der Bohnen brachte ihr den Beinamen „Elefantenbohne“ ein. Mild und säurearm sind die Attribute, mit denen dieser Kaffee punktet.
Neuester Trend, der aus den USA kommt, ist ein solargerösteter Bio-Kaffee. Bei dieser Kaffeerarität wurden verschiedene Sorten zu Kaffee- und Espressomischungen zusammengestellt.
Zwei ganz seltene Kaffeearten im Folgenden. Der Coffea Excelsa wurde erst 1904 am Tschadsee entdeckt. Die Pflanze kennzeichnet eine üppige Vegetation auch auf kargem, fast ausgetrocknetem Boden. Auch heute noch wird Excelsa vor allem im Tschad angebaut und konsumiert. Sein Anteil am weltweiten Kaffeehandel beträgt nur ungefähr ein Prozent.
Das Beste kommt zum Schluss: Kopi Luwak. Das ist die seltenste und damit teuerste Kaffeesorte der Welt. Der Kaffee wächst und gedeiht auf den indonesischen Inseln Sulawesi, Java und Sumatra. Das Besondere: Die kirschartigen Früchte der Kaffeepflanze werden von Schleichkatzen „veredelt“.